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Klaus Martin Kopitz wurde am 29. Januar 1955
in Stendal geboren und wuchs in Tangerhütte
bei Magdeburg auf. Von 1975 bis 1980 studierte er
an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler“
in den Fächern Komposition, Klavier und Musik-
wissenschaft. 1982 bis 1984 betrieb er private Studien
bei dem Schweizer Musikwissenschaftler
Prof. Dr. Harry Goldschmidt und war von 1985 bis 1987
Meisterschüler von Prof. Paul-Heinz Dittrich an der
Akademie der Künste der DDR. 2000 promovierte er
an der Technischen Universität Chemnitz bei
Prof. Dr. Helmut Loos und ist seitdem überwiegend
als Musikwissenschaftler tätig.
Ein Schwerpunkt bildet die Quellenforschung, insbesondere
zur Wiener Klassik. Zusammen mit Prof. Dr. Rainer Cadenbach begründete
Kopitz 2002 die Beethoven-Forschungsstelle an der Universität der
Künste Berlin, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert
wurde. Als Ergebnis entstand unter der Mitarbeit von Prof. Dr. Oliver
Korte und Nancy Tanneberger M.A. das zweibändige Quellenwerk „Beethoven
aus der Sicht seiner Zeitgenossen“, das 2009 im Henle-Verlag erschien.
2006 bis 2008 wurde seine Arbeit durch die Ernst von Siemens Musikstiftung
finanziert.
Daneben widmete er sich dem lange Zeit vergessenen romantischen Komponisten
Norbert Burgmüller und gab dessen Gesamtwerk im Druck heraus. Ein
weiteres Betätigungsfeld stellt der spätromantische Komponist
Justus Hermann Wetzel und dessen Liedschaffen dar.
Kopitz erhielt für seine Arbeiten mehrere Preise und Auszeichnungen,
darunter den Hanns-Eisler-Preis des Deutschlandfunks (1991), einen Preis
beim Forum für junge Komponisten des WDR Köln (1992) und zweimal
den Deutschen Musikeditionspreis („Best Edition“) in der
Kategorie „Wissenschaftliche Notenausgaben“ (2003 und 2009).

Fotos: Marion Ullrich